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Vitusprozession
 
Der Dreißigjährige Krieg wütete in und um Paderborn. Es wurde geplündert und gemordet.


Im Jahre 1636 wütete hier 10 Monate lang eine pestartige Krankheit. Vom 16.05. - 17.11 1636 zählte man in Kirchborchen 197, in Nordborchen 144, in Alfen 118 Tote.
Im September allein wurden 96 Personen beerdigt.

In dieser Not gelobten die verzweifelten Menschen am Sonntag nach dem Fest des Hl. Vitus eine Prozession  zu den Ruinen der Gallikirche ( oder zur Hilligen Seele) durchzuführen. Diese, 1043 zu Ehren des Hl. Gallus geweihte erste steinerne Kirche im Paderborner Umland, war im letzten Jahrhundert immer mehr zerfallen, hatte man doch mit der um 1200 erbauten Wehrkirche ein für alle drei Gemeinden ausreichend großes Gotteshaus.

 Aus der Chronik:

<Die bestürzten und zusammengeschmolzenen Pfarrgenossen versprachen, der Prozession fleißig beizuwohnen, keinen zu Hause zu lassen als nur die Alten, Kranken und Kinder, bis nach der gehaltenen Prozession nüchtern zu bleiben; selbst das Vieh soll bis dahin fasten, ferner nach ihrem Vermögen Almosen zu geben, damit sie Gott vor künftigem Übel schützen möge.>

 Wer nicht mitging oder die Tiere nicht von der Weide holen konnte sollte dafür Wachs oder Geld spenden. Die Prozession führte über die Hauptstraße, den Alfener Kirchweg hoch zur Gallikapelle. Dort trafen sich die Prozessionen aus Nordborchen und Alfen. Man betete gemeinsam und entrichtete das gelobte Opfer. Nach der Station führte die Kirchborchener Prozession durch den Lennen, über die Lennbrücke, die Hauptstraße entlang, an Lippen Mühle vorbei zur Kirche zurück.

Heute wird bei gutem Wetter am Sonntag nach Vitus an der Gallikapelle eine heilige Messe gefeiert.

 In diesem Jahr lädt der Pfarrgemeinderat nach den Feierlichkeiten zu einer kleinen Stärkung (Gegrilltes und kühle Getränke ) herzlich ein.
Den <Nüchterngebliebenen> unter uns wird es besonders gut tun.

 
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33178 Borchen

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